Euro(pa) in Echt. Geschehen unlängst in einer Buchhandlung in der Wiener Wollzeile – im Jahr 12 der Gemeinschaftswährung. Eine Dame bezahlt mit einem Hunderteuroschein und erhält ein paar Zehner als Wechselgeld zurück. Einen mit auffälliger „Kritzelei“, wie sie sagt: „Den will ich nicht – geben Sie mir einen unbeschriebenen!“

Die Kassierin entgegnet etwas hilflos: „Ähm, die sind alle so. ich glaub, des g’hört so.“ Kundin, vor sich eine Menge Geldscheine ausbreitend, zweifelt noch immer: „Aber warum schaut das Krixikraxi nicht auf jedem Schein gleich aus?“

Ich mische mich ein: „Gnä‘ Frau, des is‘ die Unterschrift vom EZB-Präsidenten. Des is da Draghi – und des is‘ das Autogramm vom Trichet, seinem Vorgänger.“

„Aso? De unterschreib’n auf’m Geld? Aha. Wieder wos g’lernt.“